Akku-Werkzeug von Bosch

Worauf ist beim Kauf eines Akku-Werkzeuges zu achten?

Wer keine Lust auf Kabelsalat hat, ist mit einem Akku-Werkzeug gut beraten. Ein Akku-Werkzeug bietet Bewegungsfreiheit und man kann auch dort arbeiten, wo kein Spannungsanschluss zur Verfügung steht. Auch in Situationen, wo das Verlegen des Kabels einen zu großen Zeitaufwand bedeutet oder der Betrieb eines Generators eine zu große Lärm- oder Abgasbelästigung verursacht, ist der Einsatz von Akku-Werkzeugen von Vorteil.

Kabelsalat
Schluss mit Kabelsalat!

Der Profi greift meist zielsicher zum passenden Akku-Werkzeug. Jedoch nicht jeder kann etwas mit den akkuspezifischen Angaben in der Produktbezeichnung oder in der Gebrauchsanweisung anfangen. Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären Ihnen, worauf es beim Kauf eines akkubetriebenen Werkzeuges ankommt.

Die Spannung (V = Volt)

Die Verwirrung beginnt bei der Arbeitsspannung und geht bei der Angabe zur Akku-Kapazität weiter. Ah, V oder Nm – was bedeutet das eigentlich? Was für den Einen klare Angaben der Einheiten, sind für den Unwissenden unverständliche Hieroglyphen. Maschinen, die nicht dauerhaft Kraft und Drehmoment aufbringen müssen, sind häufig mit Akkus ausgestattet, die eine Spannung von 14,4 Volt liefern.

Volt Anzeige

Das ist etwa bei professionellen Nietgeräten der Fall. Mit kleineren Spannungen von 10,8 Volt, arbeiten kleine, kompakte und handliche Akkuschrauber. Diese sind zwar auch zum Bohren geeignet, kommen aber hier nicht für den Dauereinsatz infrage. Bei kleineren Akku-Stichsägen und Akku-Säbelsägen, bei denen es nicht auf das Drehmoment ankommt, findet man oft Akkus mit niedriger Voltzahl. Die meisten Profi-Geräte arbeiten heute mit 18 Volt. Man ist dazu übergegangen, die Akkus einheitlich zu gestalten. Dadurch sind die gleichen Akkus in unterschiedlichen Geräten des selben Herstellers und der gleichen Spannungs-Serie verwendbar. Da man nicht mit zwei Geräten gleichzeitig arbeiten kann, sind meist zwei Akkus ausreichend. Dabei kann ein Akku in das genutzte Gerät und eine Akku in die Ladestation. Je höher die Spannung, die ein Akku liefert, umso größer auch die Leistung. Professionelle Geräte können je nach Typ auch wahlweise mit zwei Akkus (18V) oder einem Akku (36V) betrieben werden. Hier kommt es darauf an, ob man auf geringes Gewicht oder auf hohe Leistung setzen will. Mit höheren Spannungen von 40 Volt und mehr arbeiten größere Geräte wie Akku-Rasenmäher.

Die Akku-Kapazität (Ah = Amperestunden)

Akku Kapazität Anzeige

In Ah wird die Ladung eines Akkus angegeben. Je höher die Ladung, umso länger liefert der Akku die Arbeitsspannung. Kleine Akkus, etwa für leichte und handliche Akku-Schrauber, liefern 1,3 Ah. Für gelegentliche Schraubarbeiten beilpielsweise beim Zusammenbau der Möbel reicht diese Kapazität allemal aus. Die Akkus der professionellen, leistungsstarken Geräte weisen Kapazitäten von 4,0 bis 5,0 Ah auf und bieten damit Energie für bis zu einem ganzen Arbeitstag.

Das Drehmoment (Nm = Newtonmeter)

Akku-Werkzeuge, bei denen über eine Drehbewegung eine Kraft wirkt, haben in den technischen Daten oder in der Produktbeschreibung auch eine Angabe zum Drehmoment, mit Nm bezeichnet. Wichtig ist diese Angabe insbesondere für Akkuschrauber. Um ein Vergleich zu schaffen: Radschrauben eines Mittelklasse PKW’s zieht man mit rund 120 Nm an.

Beim Drehmoment muss man zwischen Bohrschraubern und Bauschraubern unterscheiden. Letztere sind mit ihrem Magazin auf Schnelligkeit ausgelegt, worauf auch die Leistung abzielt. Daher erreichen selbst die Profigeräte hier keine 20 Nm. Der Grund ist, dass die Schrauben überwiegend in weichem Material verschraubt sind und nicht überdrehen dürfen. Eine sensible Drehmomentsperre ist daher unerlässlich.

Bei Bohrschraubern bieten auch die kleineren Geräte schon ein Drehmoment jenseits der 30 Nm an. Profi Geräte sind mit um die 50 Nm verfügbar. Echte Kraftpakete sind schließlich die Akku-Schlagschrauber, die mit 18 Volt und 4,0 Amperestunden schon mal bis zu 650 Nm oder mehr liefern.

Li-Ion-Akkus vs. NiMh-Akkus

In modernen Akku-Geräten sind fast nur noch Lithium-Ionen-Akkus zu finden. Ihre großen Vorteile liegen auf der Hand: sie sind wesentlich schneller aufgeladen, als NiMh-Akkus (Nickel-Metallhydrid) und bedürfen keiner Akku-Pflege. Außerdem weisen Li-Ion-Akkus eine deutlich geringere Selbstentladung gegenüber NiMh-Akkus auf und besitzen eine höhere Energiedichte. Zu guter haben Akkus mit Li-Ion-Technologie keinen Memory-Effekt. Die Lebensdauer eines Li-Ionen-Akkus somit deutlich höher. Li-Ion-Akkus sind oft mit einem internen Schutz ausgestattet, so dass es selten zu Schäden durch Überladung oder Überhitzung kommt. Der Nachteil eines Li-Ion-Akkus liegt dagegen in der Tatsache, dass er bei vollständiger Entladung, also Tiefentladung Schaden nimmt. Ein NiMh-Akku dagegen kann in diesem Fall einfach wieder aufgeladen werden.

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