So nutzen Sie die Digitalisierung im Handwerksbetrieb

Ein Gastbeitrag von bau-master.com

Handwerk und Digitalisierung – eine Begriffskombination, die in den Köpfen vieler Handwerker nicht so richtig zusammenpassen will. Zu wichtig sind in diesem Bereich Know-how, Erfahrung und die persönliche Ebene. Das stimmt natürlich auch, aber: Viele Prozesse lassen sich mithilfe digitaler Mittel optimieren und beschleunigen, ohne dass dabei das Menschliche verlorengeht. Was Digitalisierung Ihrem Betrieb bringen kann, erfahren Sie hier.

Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten – steigen Sie gleich richtig ein

In vielen Betrieben hat der Digitalisierungsprozess bereits begonnen (Link führt zu zdh.de), ob bewusst oder unbewusst. KMUs vertreten allerdings häufig die Meinung, dass ihre Betriebsgröße nicht ausreicht, um größere Digitalisierungsmaßnahmen einzuführen.

Die Argumente sind dabei immer ähnlich: Die Zeit fehlt, das Personal ebenfalls und niemand verfügt über die Kompetenzen, sich im Dschungel der vielen Möglichkeiten zurechtzufinden. Sie können die Betriebsgröße jedoch auch als Vorteil sehen:

  • Sie sind flexibler und können Veränderungen schneller umsetzen.
  • Der Aufwand für die Einführung digitaler Tools ist überschaubarer.
  • Sie haben dabei den Gesamtbetrieb im Blick und wissen genau, was für Sie sinnvoll ist.

Schlagen Sie also nicht von vornherein alles aus. Viele Softwares und Technologien sind problemlos skalierbar – vom Ein-Mann-Betrieb bis zur Großindustrie. Es kommt nur darauf an, die richtige Lösung für Ihre Firma zu finden.

Digitale Hilfsmittel lassen sich vielfältig einsetzen

Digitalisierung im Handwerk beginnt schon bei smarten Werkzeugen und reicht über eine Fülle an weiteren Anwendungen: neue Technologien, Maschinen, 3D-Drucker, Drohnen zur Baustelleninspektion oder Bau-Softwares, die alle Leistungen abbilden und dokumentieren. Sie müssen natürlich nicht so hoch greifen und das ganze Paket in Anspruch nehmen, aber in vielen Bereichen sind digitale Hilfsmittel sinnvoll.

Tools für den Einstieg

Sie sind erst einmal auf der Suche nach praktischen, einfachen Lösungen, die alltägliche Arbeiten im Betrieb erleichtern? Dann sollten Sie sich vor allem Tools aus den folgenden Bereichen ansehen:

  • zentrale Kommunikation:
    Solche Hilfsmittel beschleunigen nötige Absprachen zwischen Mitarbeitern, lassen Sie keine Termine und To-Dos übersehen und speichern wichtige Informationen für späteren Zugriff.
  • digitale Dokumentation Ihrer Leistungen auf der Baustelle:
    Eine digitale Baudokumentation erleichtert den Leistungsnachweis, die spätere Abrechnung und beweissicheres Mängelmanagement (Link führt zu baumaster.com).
  • automatische Informationsweitergabe:
    Eine automatisierte Datenübertragung sorgt für eine effizientere Verbindung von Planung, Produktion und Montage.
  • intelligentes Lagerungssystem:
    So gelingt es Ihnen leichter, Materialien und Werkzeug optimal zu lagern, zu sortieren und jederzeit wiederzufinden.

Nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll!

An dieser Stelle sollte unbedingt erwähnt werden: Nutzen Sie nur das, was Ihnen wirklich einen Vorteil bringt. Beispielsweise bringt es nichts, sich einen 3D-Drucker oder eine vernetzte CNC-Maschine anzuschaffen, wenn Sie diese nur einmal im Jahr tatsächlich nutzen.

Gerade für Maschinen empfiehlt sich übrigens Miete statt Kauf. So sparen Sie den Platz im eigenen Betrieb und haben trotzdem einen umfassenden Maschinenpark zur Verfügung – wenn Sie ihn dann doch einmal benötigen.

Ein zentrales System hilft, Datenchaos zu vermeiden

Wenn Sie sich für ein digitales System entscheiden, wählen Sie am besten eines, das all Ihre Bedürfnisse abdeckt. Das gilt vor allem für Kommunikation und Dokumentation. So müssen Sie nicht mehr ständig zwischen Word- und Excel-Dokumenten, E-Mails, Textnachrichten, handschriftlichen Notizen und To-do-Listen switchen.

Auch sonst schaffen Sie mit einer digitalen Lösung mehr Ordnung und Effizienz im Unternehmen. So bleibt mehr Zeit, sich um die tatsächlich wichtigen Aufgaben zu kümmern. Allerdings gibt es zwei mögliche Bereiche, wo Probleme auftreten können:

Umstellung im eigenen Team

Bereiten Sie Ihr Team sanft auf den Umstieg vor (Link führt zu handwerk.com): Beantworten Sie offene Fragen, gehen Sie auf Bedenken ein und organisieren Sie vielleicht eine Einstiegsschulung. Sonst fühlen sich gerade technisch weniger versierte Mitarbeiter unwohl oder bleiben bei veralteten Methoden, weil es „gerade schneller geht“. Das sollten Sie unbedingt verhindern!

Am besten setzen Sie sich selbst mit Ihrem Team zusammen und erarbeiten gemeinsam die neue Arbeitsweise. So garantieren Sie gleichzeitig, dass alle demselben Ablauf folgen und Arbeitsmaterialien und Unterlagen von jedem schnell wiedergefunden werden können.

Zusammenarbeit mit anderen Betrieben

Digitalisierung funktioniert am besten, wenn alle mitmachen. Vielleicht können Sie zusätzlich die Bauleitung davon überzeugen, ein zentrales System für alle Unternehmen auf der Baustelle einzusetzen. Das erleichtert die Kommunikation, sammelt alle Daten an einem Ort und beschleunigt viele Prozesse, die ansonsten immer wieder eine persönliche Abstimmung mit allen Beteiligten gebraucht hätten.

Mit den richtigen Tools durchstarten

Wie Sie schon gemerkt haben: Aller Anfang ist natürlich schwer. Doch wenn sich die Digitalisierungsmaßnahmen einmal durchgesetzt haben, können Sie nur noch davon profitieren. Mit den Tipps aus diesem Beitrag sind Sie schon auf einem guten Weg, die richtigen Maßnahmen für Ihren Betrieb zu finden und optimal umzusetzen.


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