Martor – scharfe Innovationen aus Solingen

Die Stadt Solingen ist mit der Herstellung von Klingen auf höchstem Niveau untrennbar verbunden. Ein Beispiel für eine klassische Messerschmiede aus Solingen ist das Unternehmen Martor. Gegründet im Jahr 1940, hat sich Martor bis heute als erfindungsreiches, innovatives Unternehmen ausgezeichnet, das wir Ihnen hier einmal näher vorstellen möchten.

Zwischen der Gründung mitten in den Kriegsjahren durch Helmut Beermann und der heutigen Zeit, wo sich das Familienunternehmen in der dritten Generation befindet, hat sich aber einiges getan. Martor blickt auf bewegte, aber erfolgreiche Jahre zurück, in denen der Grundstein für das heutige Unternehmensbild als echter Global Player gelegt wurde. Dabei spielt der 2. Weltkrieg durchaus eine entscheidende Rolle bei der Gründung, denn der Mangel an Rasierklingen in der Wehrmacht war es, der den damals 20-jährigen Beermann dazu veranlasste, mit eben jenen Rasierklingen zu handeln. In amerikanischer Kriegsgefangenschaft sah er zum ersten Mal ein Universalmesser mit auswechselbarer Klinge – eine Vision war geboren.

Aber lesen Sie selbst:

  • 1940 wurde Martor durch Helmut Beermann in Solingen gegründet.
  • 1976 brachte das Unternehmen das erste TÜV-geprüfte Sicherheitsmesser mit automatischem Klingenrückzug auf den Markt. Das war der internationale Durchbruch.
  • 1981 kam die zweite Generation mit an Bord: gemeinsam mit Helmut Beermann leiteten ab sofort auch Gundula Polei, geborene Beermann, und Emil Polei als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen.
  • 1983 erreichte der Wachstumskurs einen weiteren Meilenstein: das Tochterunternehmen Martor Sarl wurde in Frankreich gegründet.
  • 1999 präsentierte Martor mit dem Optisafe eine weitere Weltneuheit: ein Messer mit vollautomatischem Klingenrückzug und einem damit verbundenen sehr hohen Schnittschutz bei der Arbeit.
  • 2000 wurde Martor nach der Qualitätsmanagentnorm DIN EN ISO 9001-2000 zertifiziert.
  • 2005 wurde eine Serie von Schneidwerkzeugen, speziell für die Lebensmittelindustrie, herausgebracht: Martor-Sicherheitsmesser aus metalldetektierbarem Kunststoff.
  • 2009 wurde das Familienunternehmen an die dritte Generation übergeben. Sonja Hendricks, geb. Polei, und Jan Hendricks traten als geschäftsführende Gesellschafter beim Solinger Messerhersteller ein.
  • 2010 kam mit dem Martego das erste Zangengriffmesser mit vollautomatischem Klingenrückzug auf den Markt.
  • 2013 lieferte Martor seine Produkte bereits in weltweit über 70 Länder und war darüber hinaus in 20 Ländern direkt vertreten. Auf der Fachmesse A + A in Düsseldorf überraschte da das Familienunternehmen mit seinem neuen Markenauftritt.
  • 2015 stellte Martor auf der FachPack in Nürnberg der Fachwelt gleich zwei innovative Sicherheitsmesser zur Steigerung des Arbeitsschutzes vor: das SECUNORM 380 und das SECUNORM 590. Im gleichen Jahr feierte das Premium-Zangengriffmesser SECUPRO 625 auf der A+A seine Weltpremiere.

Über 300 Produkte in der Martor-Palette

 

Martor zeichnet sich heute durch die Fertigung von mehr als 300 Produkten in der Palette aus. Das Unternehmen hat sich voll und ganz den hochwertigen und sicheren Schneidgeräten verschrieben und hat gerade in puncto Arbeitssicherheit Maßstäbe gesetzt. „Diesen Erfolgsweg wollen wir konsequent weitergehen“, bestätigt man Seitens des Unternehmens in einer Anfang 2018 herausgegebenen Pressemitteilung, verbunden mit der Ankündigung, die Produktstrategie neu auszurichten und zu schärfen. Dazu will man sich auf die Kernkompetenz „sicheres Schneiden“ sowie auf den Service lenken. Parallel dazu sollen einige wenige Produktfamilien behutsam verschlankt werden, um Redundanzen abzubauen und die Übersichtlichkeit zu erhöhen.

Auf dem Marktplatz Toolineo ist Martor mit einer Vielzahl von Produkten, darunter auch den auf den Fachmessen präsentierten Innovationen, vertreten.

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Zahlen und Fakten
1940 gegründet. Rund 140 Mitarbeiter. Firmensitz in Solingen. Ca. 300 Produkte im Angebot. International führender Partner für Schneidlösungen.