Berufsgenossenschaft Bau: Satte Förderung für Profi-Entstauber

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft fördert seit dem 20.8.2018 die Anschaffung von Bau-Entstaubern für die Baustelle. Wir haben Ihnen hier alle nötigen Informationen über die Voraussetzungen bis hin zum Förderantrag zusammengestellt.

Arbeitsschutzprämie

Die BG Bau fördert derzeit aufgrund der Verbesserung der Arbeitsbedingungen bestimmte Geräte mit einer Prämie. Bereits seit 2006 empfiehlt die BG BAU die Anschaffung staubarmer Systeme, d.h. handgeführter Elektrowerkzeuge (wie Mauernutfräsen) und dazu passende Entstauber, die einen gemeinsamen Test der BG BAU bestanden haben. Betriebe, die mit diesen staubarmen Systemen arbeiten, sorgen dafür, dass Staub erst gar nicht entsteht und somit weder die eigenen Beschäftigten noch andere Gewerke auf der Baustelle belastet.

Pro Maßnahme bis zu 50 % der Anschaffungskosten,

  • max. 200 EUR für Bau-Entstauber ohne erweiterte Warneinrichtung
  • max. 300 EUR für Bau-Entstauber mit erweiterter Warneinrichtung

Förderfähige Geräte

Geräte, die durch die BG Bau gefördert werden, zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Zugelassen mindestens für die Staubklasse M (EN 60335-2-69, Anhang AA)
  • Grobschmutztraugliche Ausrüstung, kleinster Sauginnendurchmesser 28 mm.
  • Leitungen in H 07 RN-F-Ausstattung (bis 4m Leitung auch H 05 RN-F).
  • Auswaschbare Filter.
  • Feuchtschmutzbeständiger Vlies-Entnahmesack oder Kunststoff-Entsorgungssack.
  • Behältergröße mindestens 20l (entfällt bei erweiterter Warneinrichtung).
  • Vollautomatische Filterabreinigung oder Warneinrichtung für erhöhte Absaugvolumen.
  • Erprobt mit Elektrowerkzeug mit hoher Abtragsleistung (Mauernutfräse o.ä.)
  • Bau-Entstauber mit erweiterter Warneinrichtung (zusätzlich): 5 Warnstufen im Bereich von 25 m³/h bis 100 m³/h mit Angabe der abgesicherten Absaugvolumen, die farblich hinterlegt sein sollen.

Folgende Geräte sind durch die BG Bau förderfähig: www.bgbau.de/praev/arbeitsschutzpraemien…

Hier geht es zum Antrag auf Förderung: www.bgbau.de/praev/arbeitsschutzpraemien…

Weitere Informationen über förderfähige Geräte gibt es hier: www.bgbau.de/praev/fachinformationen/gefahrstoffe…

Förderfähige Geräte bei Toolineo

Mit Sicherheitssaugern der Staubklasse M sind Sie auf Ihrer Baustelle bestens vor lungengängigen Feinstäuben geschützt. Die vollautomatische Sensorsteuerung der neuen Tact-Geräte garantiert zu jedem Zeitpunkt eine optimale Filterabreinigung und damit eine konstant hohe Saugleistung. Außerdem verfügen die Sauger über eine elektronische Volumenstromüberwachung sowie ein komplettes Antistatiksystem.

Die Kärcher-Produkte

Förderfähige Produkte bieten darüber hinaus auch die Hersteller Metabo und Fein an. Metabos Sauger ASR 35 M ACP, ASR 50 M SC und ASR 35 H ACP sind mit jeweils bis zu 200 Euro förderfähig. Diese Nass-/Trockensauger mit gewerblicher Zulassung sind die ideale Ausstattung zum Absaugen beim Schleifen von lackierten oder imprägnierten Holzoberflächen mit Blei-, Nickel-, Kadmium- oder Chromanteilen. Auch hier ertönt ein Warnsignal zum Schutz des Anwenders bei Unterschreitung des Mindestvolumenstroms.

Fein schickt mit dem Dustex 35 MX AC einen professionellen Nass-/Trockensauger ins Rennen, der mit 200 € förderfähig ist. Das Gerät ist zugelassen zur Aufnahme von gesundheitsgefährdenden Stoffen der Klasse M.

Entstauber und Staubsauger – Die Unterschiede

Entstauber sind nicht zu verwechseln mit Staubsaugern. Sie werden sowohl zu Reinigungszwecken als auch zur direkten Absaugung von Maschinen und Geräten verwendet. Im Gegensatz zu Staubsaugern besitzen diese Entstauber aber eine Warneinrichtung, die bei Unterschreitung eines zuvor eingestellten Volumenstromes (etwa mittels Schlauchdurchmesser) eine optische oder akustische Warnung ausgibt. Diese Warnung signalisiert, dass die Staubemissionen am Bearbeitungswerkzeug nicht ausreichend erfasst werden und eine erhöhte Staubbelastung besteht. Mobile Entstauber dienen zum Absaugen von Staubemissionen von Hand- oder Elektrowerkzeugen, aber auch zur Reinigung.

Stäube bergen zahlreiche Risiken und Gefahren. Das Gefährdungsspektrum aus dem Umgang der Beschäftigten mit Stäuben reicht von irritativer oder toxischer Wirkung auf die Atemwege bis zur Verursachung chronisch entzündlicher Prozesse sowie der Bildung von Tumoren.

Auswirkung: Reduzierung der o.g. Gefährdungen durch Erfassung der Stäube an der Austritts-, Entstehungs- oder Ablagerungsstelle. Reduzierung der Silikosefallzahlen.