Stuckwerk an der Decke

Seltene und besondere Handwerksberufe – diese Woche: „Stuckateur/in“

Wer auf der Suche nach einem besonderen Beruf ist, der kann in unserem Magazin „Die Werkstatt“ aus einer Auswahl verschiedener interessanter Ausbildungsberufe fündig werden. Diese Woche stellt „Die Werkstatt“ in der Rubrik „seltene & besondere Handwerksberufe“ einen traditionellen Ausbildungsberuf vor, bei dem Antike und Moderne aufeinandertreffen.

Gips, Kalkstein, Mörtel, Zement- und Lehmputz sind die Baustoffe, mit denen der Stuckateur zu tun hat. Mit Stuckateureisen, dem Spachtel und der Kelle restauriert, verziert, verputzt und modernisiert der Stuckateur Denkmäler, Wände und Fassaden im Innen- und Außenbau. Wer nicht gerne immer am gleichen Ort arbeiten möchte, der wird die abwechslungsreichen Einsatzorte des Stuckateurberufes zu schätzen wissen. Auch weitere Reisen können für die Restauration denkmalgeschützter Gebäude vorkommen. Die Arbeit des Stuckateurs ist vielseitig und erfordert handwerkliches Geschick, Fingerspitzengefühl und ein gutes Gespür für Formen, Konturen, Profile und Flächen.

Wesentliche Voraussetzungen für die Ausbildung sind:

  • Handwerkliches Geschick
  • Fingerspitzengefühl
  • Genauigkeit und Gründlichkeit
  • Kreativität
  • Körperliche Fitness
  • Räumliches Vorstellungsvermögen

Die Baustoffkunde, das Verputzen von Rohbauten als auch die Herstellung, die Bearbeitung und das Einputzen von Stuckprofilen sind Fähigkeiten, die in der 3-jährigen Ausbildung erlernt werden. Die Baustoffkunde behandelt die Zusammensetzung und Herstellung von Putzen und Estrichen. Vielseitig ist der Stuckateurberuf auch, da moderne Bautechnik ebenso ein Themenbereich ist wie die Bearbeitung traditioneller, künstlerischer Stilelemente. Bei der modernen Bautechnik gehört der Umgang mit umweltfreundlichen Materialien ebenso dazu, wie das Bedienen von Maschinen und Geräten. Betriebe, die den Fokus auf die Restaurierung alter Bauwerke und Denkmäler gelegt haben, befassen sich mit der Herstellung von Profilstuck, Stuckmarmor oder künstlerisch gestalteten Figuren aus Modellstuck.

Die Ausbildung zum Stuckateur/in kann man in Restaurierungswerkstätten, Stuckateurhandwerksbetrieben, im Fassaden- und Trockenbau oder industriellen Ausbaubetrieben absolvieren. Nach der Gesellenprüfung ist eine Weiterbildung zum Stuckateurmeister, die Spezialisierung und Selbstständigkeit möglich. Mehr Informationen zu diesem interessanten Ausbildungsberuf finden sich hier: Stuck-Azubi.

Weitere seltene und besondere Handwerksberufe:

Büchsenmacher/in
Naturwerksteinmechaniker/in
Uhrmacher/in
Steinmetz/in und Steinbildhauer/in
Metallbildner/in
Forstwirt/in
Flechtwerkgestalter/in
Holzbildhauer/in
Silberschmied/in
Drechlser/in
Edelsteinschleifer/in
Böttcher/in
Hufbeschlagschmied/in
Metallblasinstrumentenmacher/in

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